
Reisebericht über Tinas Forschungsreise nach Madison, Wisconsin
Hallo von Tina! Ich bin eine der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen des Projekts „Hollywood Memories“ und konzentriere mich auf die Fallstudie zu den Vereinigten Staaten. Im Rahmen meiner Dissertation bin ich derzeit auf einer viermonatigen Reise in Madison, Wisconsin, wo ich weitere Teilnehmer rekrutiere, Archivrecherchen durchführe und mehr über die Kultur erfahre, über die ich eigentlich schreibe.
Hier könnt ihr nachlesen, was ich bisher gemacht und woran ich gearbeitet habe und wie meine Erfahrungen in Madison, Wisconsin, bisher waren.

Nachdem ich am 29. Juli angekommen war, ging es in den ersten Tagen vor allem darum, den Jetlag zu überwinden, mich an meine neue Umgebung zu gewöhnen und mit meinen neuen Mitbewohnern die Nachbarschaft zu erkunden. Dazu gehörten natürlich auch ein Ausflug ins Einkaufszentrum, eine Fahrt in einem Pick-up und das Staunen über die Großpackungen in den Supermärkten. Zum Glück liegt meine neue Wohnung auch ganz in der Nähe des Mendota-Sees, wo man die schönsten Sonnenuntergänge beobachten kann!
In meinen ersten Wochen hier traf ich mich zum Mittagessen mit unserem assoziierten Mitglied, Prof. Jonathan Gray, der mir während meines Aufenthalts in Madison freundlicherweise als Betreuer meiner Dissertation zur Seite steht. Er führte mich auch durch die Nachbarschaft und gab mir einige Tipps für Ausflüge in der Umgebung (darunter auch, wo man das „Kevin – Allein zu Haus“-Haus in Chicago findet!). Den Rest der Woche verbrachte ich damit, die Bibliotheken der UW-Madison zu erkunden: die Memorial Library, in der sich die meisten für unser Projekt relevanten Texte finden lassen; die Historical Society, die zusätzliche historische Dokumente bietet (und eine schöne Arbeitsatmosphäre); sowie die College Library, von der aus man beim Lernen einen atemberaubenden Blick auf den Mendota-See hat. In der ersten Woche ging es auch um Organisation und Planung für die weitere Zukunft: die Registrierung als offizielles Mitglied der Fakultät der UW-Madison (mit dem zusätzlichen Vorteil einer ermäßigten Busfahrkarte) und die Werbung für unsere Studie, um weitere Teilnehmer*innen zu gewinnen.
Natürlich bedeutet die Arbeit in Wisconsin nicht, dass ich Deutschland vergessen habe: Neben der Arbeit an meiner Dissertation habe ich auch den endgültigen Entwurf eines Artikels eingereicht, der in der Septemberausgabe von COPAS (Current Objectives of Postgraduate American Studies) unter dem Titel „The Subject of Love, on a Very Cultural Level: Responding to Crises in the Hollywood Romantic Comedy“ erscheinen wird. Er basiert auf meiner Masterarbeit und deren Präsentation beim letztjährigen Postgraduate Forum (PGF) in Leipzig (mehr dazu hier). Außerdem traf sich das „Hollywood Memories“-Team zu einem Kolloquium über Yinings Arbeit, an dem ich virtuell teilnahm. Es war toll, bekannte Gesichter wiederzusehen und für einen Moment zurück in Hannover zu sein!
Bislang ging es bei meinem Aufenthalt vor allem darum, die Stadt besser kennenzulernen, mich an meine neue Umgebung zu gewöhnen und herauszufinden, wo ich am besten an meiner Dissertation arbeiten kann. Im September wird der Schwerpunkt darauf liegen, das authentische US-College-Leben zu erleben: Ich werde als Gasthörerin zwei Vorlesungen besuchen und mehr Zeit in Bibliotheken verbringen, um an den theoretischen Grundlagen meiner Dissertation zu arbeiten. Außerdem werde ich weiterhin Teilnehmer*innen für unsere Studie rekrutieren, meinen Datensatz finalisieren und genügend Informationen sammeln, um diese später in Deutschland auszuwerten. Aber ich freue mich auch auf den Herbst in Wisconsin und darauf, mehr über die Kultur und das Leben hier zu entdecken!
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