Reisebericht über Tinas Forschungsreise nach Madison, Wisconsin - September

Der September ist bereits vorbei, was bedeutet, dass ich die Hälfte meiner Forschungsreise hinter mir habe. Dieser Monat war vollgepackt mit vielen spannenden Ereignissen: Das Semester hat offiziell begonnen, daher war auf dem Campus viel mehr los als im August.

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Mit dem Anfang des Semesters hatte ich auch endlich die Gelegenheit , das amerikanische College-Leben aus erster Hand zu erleben. Unser assoziiertes Mitglied, Prof. Jonathan Gray, bietet in diesem Semester einen Kurs zum Thema „Global Media Cultures, an, und ich habe das Glück, an den Vorlesungen teilnehmen zu dürfen. Die Themen passen perfekt zu meiner Forschung, und ich habe bereits einige neue Ideen gewonnen, die ich in meine Dissertation einfließen lassen kann. Außerdem besuche ich als Gaststudentin eine Vorlesung von Prof. Jeff Smith über die filmischen und literarischen Einflüsse der Coen-Brüder – bekannt für ihre unkonventionellen Filme wie Fargo, Miller’s Crossing und The Big Lebowski. Neben den Kursen hat auch das Kolloquium am Department of Communication Arts begonnen. Ich hatte bereits die Gelegenheit, mit Wissenschaftler*innen aus meinem Fachgebiet zu sprechen, und ich werde Ende November meine eigene Arbeit vorstellen.

Es gab noch weitere spannende Entwicklungen: An der UW-Madison ist die Cinematheque ansässig, ein Filmvorführungsprogramm, das sich der Präsentation der besten Werke des internationalen Kinos in Madison widmet. Das Programm reicht von zeitlosen Klassikern bis hin zu Premieren internationaler Filme – in diesem Herbst zeigte die Cinematheque unter anderem Letty Lynton, der seit über 90 Jahren nicht mehr zu sehen war, sowie die neueste Verfilmung von Jane Austens Sinn und Sinnlichkeit. Die Cinematheque hat freundlicherweise angeboten, unser Projekt zu bewerben und weitere Teilnehmer*innen für unsere Studie zu gewinnen. Zu diesem Zweck werde ich vor einigen der Vorführungen (als Nächstes: Carrie!) einen kurzen Live-Vortrag halten, Postkarten verteilen, und auf ihrem Blog gibt es außerdem einen Online-Aufruf zur Teilnahme. Werft einen Blick auf ihr fantastisches Programm, und wenn ihr in der Gegend seid, schaut unbedingt bei einer Vorführung vorbei!

Ende des Monats bekam ich außerdem Besuch aus meiner Heimat – meine Schwester und ich trafen uns in Chicago und verbrachten dort drei Tage, besuchten das Art Institute, machten einen Spaziergang am Flussufer entlang und gingen natürlich ins Kino (Resident Evil!). Danach verbrachten wir ein weiteres Wochenende in den Wisconsin Dells, einer kleinen Stadt, die für ihre Wasserparks und den Wisconsin River bekannt ist. Beide Ausflüge waren eine tolle Gelegenheit, mehr von den USA zu sehen und natürlich Zeit mit der Familie zu verbringen.

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